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Warum haben Männer eigentlich Brustwarzen?

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Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Männer Brustwarzen haben? Einen echten Nutzen haben sie für ihn ja nicht. Gutvielleicht als erogene Zone, sie sind sensibel und besonders kälteempfindlich, aber ansonsten? Ein Mann könnte ohne größere Einschränkungen auf seine Brustwarzen verzichten. So wie der hier.

Dass das starke Geschlecht trotzdem Brustwarzen hat, ist ein Erbe aus grauer Vorzeit. Denn vor mehr als 500 Millionen Jahren hatten unsere Vorfahren sehr viel mehr Gemeinsamkeit mit solchen Tieren. Wir waren Zwitter. Wir – oder besser: unsere Vorfahren hatten also sowohl weibliche, als auch männliche Geschlechtsmerkmale, waren sozusagen doppelgeschlechtlich. Fürs Überleben ist das ein Riesenvorteil, man konnte sich prima ganz alleine fortpflanzen.

Erstaunlicherweise hat diese Anlage zur Doppelgeschlechtlichkeit den langen Weg durch die Evolution bis heute überstanden. Bei unserer Zeugung bekommen wir somit auch die Erbinformationen beider Geschlechter mit auf den Weg. Alle Informationen die für die Ausprägung männlicher und weiblicher Geschlechtsmerkmale wichtig sind, die liegen auf dem X-Chromosom. Das tragen sowohl Männer als auch Frauen in ihren Zellen. Bei der Befruchtung wird zwar festgelegt, welches Geschlecht der Mensch später haben wird, aber in den ersten zehn Schwangerschaftswochen, da entwickeln sich weibliche und männliche Embryonen komplett identisch.

Und in dieser Zeit werden auch die Brustwarzen angelegt. Erst danach bekommt das Ungeborene durch seine Geschlechtshormone eine weibliche oder eine männliche Gestalt. Deshalb kann aus einer Männerbrust übrigens auch später noch eine weibliche Brust werden. Hormonelle Geschlechtsumwandlungen wären ohne diese genetische Anlage gar nicht machbar. Und so ganz ohne Brustwarzen das sähe auch irgendwie unvollständig aus, oder?

Quelle: das Erste; Wissen vor acht; Erstausstrahlung: 01.07.2014

siehe auch

Titten; Brüste, Hupen
Bild von Roland Dreix

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