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sexlex24 du un dich

DU&;ICH

Nach fast 34 Jahren und der 400. Ausgabe gibt es für DU&;ICH keinen Grund für Ruhe und Rente. Im Gegenteil. Die lange Geschichte verpflichtet

DU&;ICH muss man nicht neu erfinden. Man muss sich nur gründlich an sie erinnern: Als DU&;ICH am 1.Oktober 1969 zum ersten Mal erschien, war sie gleichzeitig das erste schwule Magazin im gesamten deutschsprachigen Raum und leistete Pionierarbeit. Erst einen Monat vorher war der berüchtigte Paragraph 175, der das Schwulsein strafrechtlich verfolgte, entschärft worden.

Folglich nannte sich DU&;ICH denn auch eine Zeit lang "Das Nachseptembermagazin". 1970 übernahm der schwule Schriftsteller Alexander Ziegler ("Die Konsequenz") die Chefredaktion von DU&;ICH und baute in den Siebzigern das Heft zum führenden Homoblatt der Republik aus – mit einem einfachen Konzept: Er mischte junge Boys und harte Themen zu einer Mixtur, mit der Hugh Hefner schon den Playboy zum Erfolg geführt hatte, wenn auch mit nackten Girls. Ziegler gewann Autoren wie Hans-Georg Stümke und Rudi Finkler für DU&;ICH.

Gemeinsam zogen sie gegen die homophobe Gesellschaft zu Felde – genauso kritisch setzten sie sich aber auch mit den eigenen Leuten auseinander. Ein Verlautbarungsorgan der Schwulenbewegung war DU&;ICH nie. Je provokanter ihre Artikel, desto höher stieg die Auflage. Die Redaktion wollte "hart debattieren und Unterhaltung bieten" und gab sich erotisch, kämpferisch und politisch. Lange Zeit galt das Magazin als renommierter, schwuler Meinungsmacher. In den Achtzigern gehörte Felix Rexhausen, nach dem der Preis des Bundes lesbisch-schwuler JournalistInnen (BLSJ) benannt wurde, zu den wichtigsten Autoren. Zum Erfolg trugen aber auch andere bei: Fotografen – wie Philip Salomon, der nach Ziegler das Blatt 1979 als Chefredakteur übernahm. Sie brachten junge, nackte Boys von nebenan auf den Titel und die Posterseiten. Die Wahl zum Coverboy des Jahres war für viele der Höhepunkt der jährlichen DU&;ICH-Lektüre.

Mit ihrer Verbreitung bis in die Tiefen der Provinz wurde die DU&;ICH zum Coming-out-Begleiter mehrerer schwuler Generationen in Deutschland. Schon im Namen drückt sich aus, wofür DU&;ICH immer stand: gemeinsam gegen das Alleinsein kämpfen, das noch immer die Grunderfahrung jedes ungeouteten Schwulen ist; helfen, sich selbst zu helfen; aufklären und verbinden. DU&;ICH stand vor allem für Community, auch wenn der Begriff in den Siebzigern so noch nicht verwendet wurde.

Der Aidsaktivist Rainer Schilling war ein enger Freund des DU&;ICH-Autors Stümke und kennt die Geschichte der Zeitschrift wie kaum ein Zweiter. Er wünscht dem Blatt, dass es wieder auf die alten Pfade kommt, "politische Inhalte und Körperbetontes schließen sich ja nicht aus."

[Quelle: Jan D. Tanjuaquio]

http://www.du-und-ich.ne

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