Aids
AIDS
Abkürzung von Acquired Immune Deficiency Syndrome = erworbenes Immunschwächesyndrom = erworbenes Syndrom des Versagens des Immunsystems
Erreger ist der Virus HIV (Human - Immunodeficiency - Virus = Menschlicher Immunschwäche Virus), der das Immunsystem (T-Helferzellen) zerstört. Nachgewiesen wird eine solche Infektion durch eine Blutanalyse. Die Krankheit selber bricht oft erst 3 bis 15 Jahre nach der Infektion aus und endet tödlich. Ein Impfstoff gibt es noch nicht. Der Virus kommt in Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Muttermilch und Scheidenflüssigkeit) vor. Er wird durch direkten Kontakt übertragen. Da durch die Erkrankung das Immunsystem geschwächt wird, können auch harmlose Krankheiten tödlich für den Patienten sein.
Das Aufkommen dieser Krankheit hat in den letzten Jahren die Sexualität entscheidend beeinflußt, da die Viren auch beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können, vor allem bei Sexpraktiken mit großem Verletzungsrisiko (beispielsweise Analverkehr). Kondome bieten einen relativ hohen Schutz gegen Ansteckung. Die Gefahr sich beim Cunnilingus mit Aids anzustecken ist sehr gering. Anders beim Fellatio, da dabei der Samen geschluckt werden kann.
HIV - positiv bzw. HIV - infiziert bedeutet diese Person hat sich mit dem HIV Virus infiziert und kann diesen an andere Personen weitergeben. Die Krankheit AIDS ist aber noch nicht ausgebrochen. Negativ ist dagegen eigentlich positiv. Paradoxer Weise bezeichnet man Menschen, bei denen sich bei einem Aids Test herausstellt, dass sie nicht infiziert sind, als negativ. Obwohl das für diese Person doch eher positiv sein dürfte.
Zur Zeit (Mitte 2000) gibt es weltweit 34,3 Mio. AIDS HIV Infizierte, davon leben 24,5 Mio. in Afrika.
Aids-Hilfe [quellebzga]
Wer wissen möchte, wie man sich vor Aids schützen kann, wer sich Sorgen macht, HIV-positiv zu sein oder wer HIV-infiziert ist und Trost und Hilfe sucht, der kann sich an die Aids-Hilfe wenden. Diese Organisation ist ein Netzwerk zur Selbsthilfe und solidarischen Hilfe. Neben der individuellen Beratung für Betroffene und deren Angehörige klärt sie bundesweit durch Veranstaltungen oder kostenloses Informationsmaterial auf. Zudem betreuen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ehrenamtlich auch Aids-Kranke und treten für deren Rechte ein. Sie helfen, wenn es um die Organisation der Pflege zu Hause oder um eine Krankenhausunterbringung geht, und sie kümmern sich um Plätze in Pflegeheimen. Viele Aids-Hilfen bieten Selbsthilfegruppen für HIV-Positive und deren Angehörige an, damit sie mit anderen Betroffenen über ihre Probleme reden können.
Die bundesweite Telefonnummer des Aids-Hilfe-Beratungstelefons ist (Vorwahl) 19411. (Es ist die Vorwahl der jeweiligen Stadt vorzuwählen!)